Seifenherstellung

Bei der Seifenherstellung nach dem schonenden Kaltsiedeverfahren, werden Fette und Öle mit der Lauge (Natriumhydroxid) bei Temperaturen zwischen 35 und 38 Grad Celsius vorsichtig zusammengerührt. Hierdurch bleiben sowohl Vitamine als auch Nährstoffe der hochwertigen Komponenten erhalten. Die Natronlauge verbindet sich während des Verseifungsprozesses vollständig mit den Fettsäuren der Öle und Seifenmoleküle bilden sich aus. Um Seifen milder zu machen und die Rückfettung der Haut zu gewährleisten werden diese meist überfettet. Dies bedeutet, die fertige kaltgesiedete Seife enthält 5–10% überschüssiges Öl oder Fett. Dieses bildet auf der Haut einen feinen Film. Somit ist die Haut auch nach dem Händewaschen oder Duschen geschützt und bewahrt ihre Feuchtigkeit.

Bei der Seifenherstellung erfolgt üblicherweise eine Abfüllung des kaltgesiedeten Seifenleims (auch Kaltverseifung genannt) in Blöcke. Nach wenigen Tagen Reifezeit erfolgt ein Schnittvorgang in handbreite Stücke. Die Seifenstücke müssen unbedingt mehrere Monate bei Raumtemperatur an der Luft lagern. Durch diesen Reifungsprozess verändert sich der pH-Wert der Seife und kaltgesiedete Seifen erhalten erst ihre besonderen Eigenschaften und Milde.

Die Mindestreifedauer hängt maßgeblich vom verwendeten Öl ab. Dies bedeutet, dass Seifen mit hohem Anteil an Olivenöl eine längere Mindestlagerdauer von z.B. 80 Tagen benötigen. Wie bei einem guten Wein werden daher Seifen mit zunehmender Lager- und Reifedauer immer fester, besser und milder.

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